Back again – Mit einem kleinen Umweg übers Auenland

Mittwoch, 18.09.2013

Am Freitag verlasse ich Nelson, um mich endgültig auf die Rückreise zu machen. Mein Flug nach Deutschland geht schon in vier Tagen. Ich fahre zunächst mit dem Bus nach Picton um von dort aus am selben Tag die Fähre zurück nach Wellington zu nehmen. Die Fahrt durch die Marlborough Sounds ist diesmal nicht ganz so magisch wie auf der Hinfahrt, weil es neblig und regnerisch ist. Ich bin froh, dass ich drinnen sitzen und an meinen Blog schreiben kann. Ich komme spät am Abend in Wellington an, zum Glück ist mein Hostel (dasselbe wie auf der Hinfahrt) direkt am Fähranleger.

Ich übernachte (wie immer eigentlich) in einem Schlafsaal. Diesen teile ich mir unter anderem mit einem über 50-jährigen koreanischen Literaturprofessor, der (quasi mitten in der Nacht) anfängt, mir in gebrochenem Deutsch eine Vorlesung über das Leben Theodor Storms und Friedrich Schillers zu halten, weil die klassisch deutsche Literatur sein Spezialgebiet ist. Als Student hat er für ein Jahr in Deutschland gelebt, wie er mir stolz berichtet. Ich dachte eigentlich, Vorlesungen hätte ich zumindest für sechs Wochen hinter mir gelassen, aber beim Reisen erlebt man eben immer wieder Überraschungen …

Am nächsten Morgen muss ich schon früh den Bus Richtung Auckland nehmen, diesmal lege ich allerdings noch einen Zwischenstopp in Hamilton ein. Die Stadt selber ist nicht sonderlich interessant, aber von dort aus ist es nicht weit bis nach Matamata. Diese verschlafene kleine Stadt ist unter Herr der Ringe Fans inzwischen auch als Hobbiton bekannt. Ganz in der Nähe baute Peter Jackson nämlich die Kulissen für das Dorf in dem Bilbo und Frodo leben. Die Kulissen sind erhalten und können besichtigt werden. Mit umgerechnet 40 Euro ist die Tour ziemlich teuer, ich habe mich aber kurzfristig entschlossen, sie dennoch zu machen. Wer weiß, wann ich wieder nach Neuseeland komme.

Am Sonntagmorgen nehme ich den Bus nach Matamata. Die Hobbiton-Touren starten von der Touristeninformation. Das Haus, in dem sich diese befindet, wurde so umgebaut, dass sie ein wenig an eine Hobbithöhle erinnert. Drinnen befindet sich unter anderem eine Gollumstatue. Aus dem Image wird hier eindeutig so viel (touristisches) Kapital wie möglich geschlagen. Zum Glück ist man dort auch auf Hobbiton-Tagestouristen eingestellt, ich kann meinen Koffer problemlos abstellen, bis die Tour vorbei ist.

Von der Touristeninformation werde ich mit einigen anderen Tourteilnehmern in einen Bus verfrachtet und zu dem Farmgelände gefahren, auf dem sich das Hobbitdorf befindet. Die geführte Tour, die ich mitmache dauert etwa eineinhalb Stunden. Leider darf man nicht selbstständig über das Gelände laufen, vermutlich, weil zu viele Leute die liebevoll verteilten kleinen Requisiten vor den Hobbithöhlen mitgehen lassen würden. Die Tour ist interessant, wir erfahren einiges an Hintergründen zu den Dreharbeiten (von denen einige dem Herr-der-Ringe-Freak bereits aus dem Bonusmaterial auf der Extended DVD-Edition bekannt sind … ;), sehen Beutelsend, mehrere andere Hobbithöhlen und den berühmten Partybaum.

Leider ist die Führung recht schnell vorbei und wir haben an den einzelnen Stationen nur wenig Zeit, da muss man sich fast entscheiden, ob man Fotos machen, oder dem Tourguide zuhören will. Das ist für mich ein klarer Minuspunkt, dafür muss man aber sagen, dass die Höhlen wirklich mit sehr viel liebe zum Detail gestaltet wurden. Hineingehen kann man aber leider auch nicht, da es sich lediglich um Außenkulissen handelt und die Höhlen nur zwei mal zwei Meter groß sind.

Der Höhepunkt der Tour ist der Besuch im grünen Drachen, der Dorfkneipe der Hobbits. Dort kann man auch hineingehen und sogar ein (im Tourpreis enthaltenes) Bier trinken und eine Kleinigkeit essen. Der Pub ist wirklich sehr gemütlich eingerichtet und das Essen köstlich. Aber auch hier hätte ich mir wieder mehr Zeit gewünscht. Am liebsten würde ich wie Merry und Pippin im Film auf dem Tisch tanzen und dazu lauthals singen. Aber dafür fehlt mir nach einem Bier dann doch noch der Mut. Außerdem bezweifle ich, dass solche Aktionen hier gern gesehen sind. Vermutlich hätten die Angestellten Angst um ihre Tische.

Nach Ende der Tour werden wir mit dem Bus zurück zur Touristeninformation in Matamata gebracht. Weil diese am Sonntag schon früh schließt, muss ich mein Gepäck bereits abholen, obwohl mein Bus nach Auckland erst in zwei Stunden fährt. Deshalb setzte ich mich mitsamt Gepäck und zwei netten Kanadiern, die ich auf der Tour kennengelernt habe und die auf denselben Bus warten müssen wie ich, in ein nettes Café ein paar Ecken weiter. Die beiden Kanadier, Mutter und Sohn, erzählen mir unter anderem, das ihr Heimatort in Kanada zwei Tagesreisen vom Meer entfernt ist. Verglichen damit kann ich mich über die sechs bis sieben Stunden, die man von Siegen aus nach Kiel braucht, eigentlich nicht beschweren.

Ich komme am frühen Abend in Auckland an, zum Glück ist es nicht sehr weit bis zu meinem Hostel. Dies ist die letzte Nacht, die ich in einem Hostel verbringe, die letzte vor meinem Abflug werde ich in meiner alten WG sein. Als wollte mir irgendwer beweisen, dass das Wohnen in Hostels nicht immer so angenehm ist, wie ich es bis jetzt eigentlich immer erlebt habe, ist diese letzte Nacht meine bis jetzt schlimmste. Ich bin in einem Achterschlafsaal untergebracht, in dem außer mir nur Männer wohnen, von denen mindestens drei schnarchen und kein Einziger zu wissen scheint, wie man lüftet. Als ich später mit Ohropax im Bett liege, habe ich das unweigerliche Gefühl, über Nacht in dem müffelnden Schlafsaal ersticken zu müssen. Zum Glück gelingt es mir nach einigen vergeblichen Versuchen, das Fenster über meinem Bett zu öffnen, woraufhin ich dann doch einigermaßen beruhigt einschlafe.

Am nächsten Tag, meinem letzten ganzen in Neuseeland, laufe ich durch Auckland und sehe mir noch einmal einige schöne Plätze an und mache endlich auch ein paar Fotos in der Innenstadt. Es ist so warm, dass man fast das Gefühl hat, der Sommer wäre zurückgekommen. Am späten Nachmittag und nachdem ich noch die letzten Mitbringsel besorgt habe, nehme ich den Bus nach Albany um mich dort in meiner alten WG von meinen Mitbewohnern und ein paar Freunden zu verabschieden.

Zum Glück geht mein Flug am nächsten Tag erst relativ spät, weil ich noch meinen Koffer (um)packen muss. Am Nachmittag fährt mich mein Mitbewohner zum Flughafen (in dieser Stelle noch mal danke, Salem :) und dann heißt es endgültig Abschied nehmen von Neuseeland. Ich weiß, dass ich Neuseeland sehr vermissen werde, aber ich tröste mich damit, dass ich irgendwann wiederkomme.

Mal wieder ein Regenbogen, diesmal auf der Fahrt von Wellington nach Hamilton

Die Touristeninformation in Matamata

Meeein Schaaatzzz

Hobbithöhle

Hobbithöhlentür

Hobbiton

Der Aprtybaum, in der Ferne erkennt man den grünen Drachen

Nochmal der Ausblick vom Hobbithügel

Einmal wenigstens vor Beutelsend stehen ...

Beutelsend

Nochmal Beutelsend, diesmal komplett

Eine andere Hobbithöhle

Der ganze Hobbithügel (dort befinden sich die meisten Höhlen)

Nochmal der Hobbithügel

Der See mit dem grünen Drachen am anderen Ufer

Der grüne Drache

Die Mühle

  Im grünen Drachen

Nochma der Partybaum (rechts), diesmal von der anderen Seite fotografiert

Gewächshaus in Auckland

Im Gewächshaus: Pflanzen, die bei uns in den Vorgärten wachsen

Noch ein Gewächshaus

Dort gibt auch Orchideen

Der Skytower (immer noch Auckland)

Auf diesem Platz werden die Frauenrehtlerinnen geehrt, die Neuseeland 1983 als eines der ersten Länder der Welt zum Frauenwahlrecht verhalfen

  Ein letzter Blick auf Auckland

Abel Tasman – in einem Boot über Land und ab ins Paradies

Mittwoch, 18.09.2013

Etwa eineinhalb Stunden Autofahrt entfernt von Nelson beginnt der Abel Tasman National Park. Deshalb bietet sich die Stadt als Ausgangspunkt für eine Tour dorthin an. Auf einem Wanderweg kann man den gesamten Park durchqueren. Das dauert etwa drei Tage, von denen es angeblich an mindestens einem regnet. So viel Zeit habe ich leider nicht, aber zum Glück kann man auch Tageswanderungen machen und sich dann mit einem sogenannten Wassertaxi abholen lassen.

Auch diese Tour kann ich einfach im Hostel buchen, was extrem praktisch ist. Zum Glück bietet das Wassertaxiunternehmen mit dem ich die Tour mache auch Transporte von Nelson an, sonst hätte ich Probleme ins 80 Kilometer entfernte Marahau zu kommen, von wo aus das Wassertaxi startet. Am Mittwochmorgen werde ich um 7:30 Uhr vor meinem Hostel abgeholt. Das bedeutet um 6:30 Uhr aufstehen …

Auf der Fahrt unterhalte ich mich mit Susan (mal wieder) aus Amerika. Entweder sind sehr viele Amerikaner in Neuseeland oder ich ziehe die wenigen, die es gibt, magisch an. Leider läuft sie eine andere Route als ich, aber wir verabreden uns schon mal locker zum Biertrinken am Abend.

In Marahau angekommen werden wir nach kurzer Wartezeit in ein kleines Motorboot verladen. Das Boot befindet sich auf einem Anhänger und wird, nach kurzer Fahrt auf der Straße, mit einem Trecker ins Wasser gezogen. Ich freue mich, ich wollte schon immer mal mit einem Boot über Land fahren. Das kann ich also auch von meiner Löffelliste streichen …

Die Bootstour startet vielversprechend: Die Wolken, die am frühen Morgen noch den Himmel vergraut hatten, verziehen sich langsam und die Sonne steht strahlend am Himmel. Die Fahrt zu der Bucht, an der ich abgesetzt werde, um meine Tour zu beginnen, ist schon wunderschön. Sie geht vorbei an kristallklarem türkisem Wasser, bizarren Felsformationen, goldenen Sandstränden und smaragdgrünen Wäldern. Und wenn ihr jetzt denkt, meine Beschreibungen hören sich etwas zu bilderbuchmäßig an, glaubt mir: Im Abel Tasman ist es genau so und noch viel schöner.

Besonders gut gefällt mir der Kontrast zwischen blauem Wasser, hellgelbem Sandstrand (seine satte, goldgelbe Farbe hat der Sand einem bestimmten Mineral zu verdanken) und grünen Blättern. Außerdem weckt die Wattlandschaft, die hier bei Ebbe zum Vorschein kommt Erinnerungen an mein geliebtes Wattenmeer zu Hause an der Nordsee (das manche vielleicht als zu flach empfinden mögen, aber man muss ja nicht immer Berge haben ;).

Als ich in der Bark Bay an Land gehe, chille ich erst einmal ein bisschen am Strand, suche Muscheln und mache eine Menge Fotos, bevor ich mich auf den Weg nach Anchorage (eine andere Bucht) mache. Der Weg führt an der Küste entlang und durch bewaldetes Gebiet. Zwischendurch passiere ich einen Fluss mit einer Hängebrücke verschiedene kleine Buchten, Flüsse und Wasserfälle sowie eine weitere große Bucht mit dem Namen Torrent Bay. Hier stehen sogar einige Ferienhäuser, für einen Nationalpark eher ungewöhnlich. Die Erklärung, warum das so ist, liefert unser Wassertaxichaufeur schon auf der Hinfahrt: Die Häuser wurden gebaut, bevor der Abel Tasman zum Nationalpark wurde, deshalb wurde für sie eine Sonderregelung geschaffen. Neue Gebäude dürfen allerdings nicht errichtet werden, deshalb zahlt man für so ein Häuschen um die 3 Millionen NZ Dollar (ca. 2 Millionen Euro). Wenn man Sylter Preise gewohnt ist, kann einen das allerdings nicht wirklich schocken.

Nach etwa vier Stunden komme ich in Anchorage an, eine halbe Stunde bevor mein Wassertaxi zurück nach Marahau fährt. Der Weg durch den Abel Tasman war weniger anstrengend und weniger einsam als der Queen-Charlotte-Track in den Marlborough Sounds und die Landschaft ist (wie ich finde) noch schöner. Am Ende war ich wirklich froh, dass ich die Tour alleine gelaufen bin, irgendwie hat es etwas sehr entspannendes, so allein mit seinen Gedanken und der Natur zu sein. Irgendwann möchte ich den ganzen Abel-Tasman-Track laufen, einen Tag Regen nehme ich für dieses Paradies gerne in Kauf.

Die Wolken verzoehen sich langsam und die Sonne kommt zum Vorschein

Mit diesem Trecker wird später unser Boot ins Wasser gezogen

Bizarre Formen: Eine in der Mitte gespaltene Felskugel im Wasser

Wunderschöne Küste

Die Bucht von Anchorage auf der Hinfahrt

Bark Bay

Bark Bay

Bark Bay

Bark Bay

Auf dem Weg nach Anchorage

Unterwegs

Eine kleine Bucht auf dem Weg

Sandflybay

Unterwegs

Eine Hängebrücke

 ... und ein Fluss

Nochmal die Sandflybay

Eine Quelle

Vegetation

Torrrent Bay

Torrrent Bay (mit Häusern)

Torrrent Bay

  Inselchen bei Torrrent Bay

Torrrent Bay

Austernfischer

Torrrent Bay

Shag

Torrrent Bay

Torrrent Bay

Kristallklares Wasser ...

Auf dem Weg von der Torrentbay nach Anchorage

Auf dem Weg von der Torrent Bay nach Anchorage

Auf dem Weg von der Torrent Bay nach Anchorage

Auf dem Weg von der Torrent Bay nach Anchorage

Auf dem Weg von der Torrent Bay nach Anchorage

Auf dem Weg von der Torrent Bay nach Anchorage

Auf dem Weg von der Torrent Bay nach Anchorage

Auf dem Weg von der Torrent Bay nach Anchorage

Anchorage

Anchorage

Wieder in Marahau, diesmal bei Flut

Auf der Rückfahrt mal wieder ein großartiger Sonnenuntergang

Er wird sogar noch schöner

Beautiful Nelson

Freitag, 23.08.2013

Bevor ich nach Nelson kam, hatten mir mindestens fünf verschiedene Leute (Kiwis und Nicht-Kiwis) versichert, wie schön es dort sei. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an meine letzte Station auf der Südinsel. Die erste Erwartung, nämlich dass es in Nelson sehr warm und sonnig ist, erfüllt sich am nächsten Tag schon mal. Deswegen beschließe ich, an den Strand zu fahren. An den Tahunanui Beach fahren die Nelsoner im Sommer zum Baden. Dafür ist es momentan noch zu kalt, aber immerhin kann ich barfuß im Sand laufen, obwohl Winter ist. Irgendwann sind hier riesige Baumstümpfe mit Wurzeln an den Strand gespült worden, die ein wenig an bizarre, überdimensionale Spinnentiere erinnern. Diese Kulisse fasziniert nicht nur Touristen und Hobby-Fotografen, sondern auch künstlerisch begabte Einheimische wie die Malerin die einen der „Spinnenbäume“ zeichnet.

Am späten Nachmittag laufe ich noch bis zu einem Hügel, von dem einst behauptet wurde, er befinde sich im Zentrum von Neuseeland. Inzwischen wissen die Meisten, dass das wirkliche Zentrum von Neuseeland sich 35 Kilometer westlich von Nelson in der Wildnis befindet, was die Stadt jedoch nicht davon abhält, den Hügel auf Schildern weiterhin als den Mittelpunkt des Landes zu bezeichnen. Immerhin hat man hier einen wirklich fantastischen Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge und Täler. Kurz, nachdem ich oben ankomme, geht auch noch die Sonne unter. Der Aufstieg hat sich also gelohnt, Zentrum oder nicht.

An meinem letzten Tag in Nelson will ich mir noch mal die Stadt ansehen, bis jetzt habe ich ja hauptsächlich den Strand gesehen. Der Tag scheint perfekt für einen Stadtbummel, der Aussage einer Einheimischen zum Trotz, dass es in Nelson entweder Sonnenschein oder Regen gebe, ist der Himmel nämlich mit dichten Wolken bedeckt, die jedoch keinen Regen bringen. Zunächst gehe ich in den Founders Park, ein Freilichtmuseum in dem man hübsche alte Holzhäuser, wie sie früher in Neuseeland üblich waren, besichtigen kann. Leider sind die Attraktionen des Museums, ein Café und eine Brauerei, geschlossen. Es gibt aber immer noch eine schöne Kirche, einen alten Bahnhof und ein cooles altes Flugzeug, in das man sogar hineingehen kann. Das „Kraftbeer“, für das die Region um Nelson bekannt ist, konnte ich zum Glück schon am Abend vorher in einer der örtlichen Bars probieren.

Nach dem Museumsbesuch mache ich noch einen kleinen Shoppingbummel, nur um wieder mal festzustellen, dass ich hier in Neuseeland zwar die vielen Outdorläden sehr mag, der Klamotten-Stil aber nicht wirklich meiner ist …

Als ich am nächsten Tag aus Nelson abfahre, scheint wieder die Sonne, aber immerhin kann ich mich jetzt damit trösten, dass ich in einer Woche in Deutschland wieder Sommer habe.

Tahunanui Beach

Tahunanui Beach

Zwei

Noch mehr Treibholz

Tahunanui Beach

Die

Tahunanui Beach

Aussicht vom Sonnenuntergang über Nelson

Sonnenuntergang über Nelson

Sonnenuntergang über Nelson

Sonnenuntergang über Nelson

Alte Windmühle im Founders Park

Haus im Founders Park

Kirche im Founders Park

Häuser im Founders Park

Häuser im Founders Park

Bahnhof im Founders Park

Pukekos (Purpurhühner)

Pukeko

Founders Park

Küste von Nelson

Der Hafen von Nelson

Kirche in Nelson

Pancake Rocks

Sonntag, 18.08.2013

Auch wenn ich mittlerweile schon seit über einer Woche wieder in Deutschland bin, habe ich es immer noch nicht geschafft alle Bilder hochzuladen. Dies sind noch nicht die letzten Bilder, aber ich bin zuversichtlich, dass ich es noch diese Woche schaffe, alle hochzuladen.

Die Westküste, die mein Bus auf dem Weg von Hokitika nach Nelson entlangfährt, ist wirklich wunderschön. Sie ist, von den Sounds ganz im Süden, über die Gletscher und Hokitika in der Mitte bis zum Abel Tasman im Norden, bis jetzt meine Lieblingsgegend in Neuseeland.
Bei den Pancake Rocks, einer besonders coolen Landschaftsformation auf dem Weg von Hokitika nach Nelson, hält der Bus sogar an, so dass alle aussteigen und sie sich ansehen können. Die Felsen haben ihren Namen wegen ihrer geriffelten Oberfläche, die aussieht als wären Pfannkuchen übereinandergestapelt worden.

Ich finde zwar, für diese Assoziation braucht man schon etwas Fantasie, aber die Felsen sind auf jeden Fall beeindruckend. Einige sehen aus wie Steinriesen mit Gesichtern und überall zischt und kracht es von den Wellen, die sich an den Felsen brechen. Zwanzig Minuten sind viel zu wenig, um dieses Naturschauspiel richtig zu genießen (und auch noch Fotos zu machen), also nehme ich mir wieder mal vor, mit mehr Zeit wiederzukommen.

Tosendes Meer bei den Pancake Rocks

Auch hier ist es sehr grün

Noch mehr tosende Wellen

Ein paar der Felsen sehen aus, als hätten sie Gesichter

...

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Felen, Felsen, Felsen

Wirklich eine wunderschöne Aussicht

Zwischen den Steinen spritzt das Wasser empor, wo sich die Sonne bricht, kann man einen Regenbogen sehen

Und noch mehr Felsen

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Coole Steinformationen

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Hokitika: Berge, Meer und grüne Steine

Samstag, 10.08.2013

Vom Fox Glacier aus fahre ich weiter nach Hokitika, das ist eine kleine Stadt an der Westküste, die vor allem als Hochburg der Jadeschnitzerei bekannt ist. Dort kann man den Greenstone, wie die Jade in Neuseeland auch bezeichnet wird, sogar am Strand finden. Sie entstand vor Jahrmillionen durch vulkanische Einwirkungen in den Bergen und wird vom Hokitika Fluss zum Meer transportiert, wo sie dann an den Strand gespült wird.

Da der Nakedbus, für den ich ein Mehrfachticket habe, nur zweimal die Woche die Westküste rauf fährt (im Winter fahren hier wohl einfach zu wenig Leute), muss ich mit einem anderen Bus nach Hokitika fahren. Das ist mir aber lieber, als drei Tage am Fox „festzusitzen“, wo man wirklich nur begrenzt Dinge unternehmen kann.

Als ich in Hokitika ankomme, regnet es mal wieder. Im Regen laufe ich zu meinem Hostel, das leider etwa 10 Minuten von der Innenstadt entfernt ist. Unterwegs hält eine junge Neuseeländerin mit zwei kleinen Kindern im Auto an, und fragt, ob sie mich mitnehmen soll. Sie fragt mich, wo ich hin muss und als ich ihr den Namen meine Hostels nenne, sagt sie mir das wäre nur noch einen Block entfernt. Den kann ich auch noch laufen. Trotzdem freue ich mich mal wieder über die allgemeine Nettigkeit der Kiwis. Tatsächlich bin ich innerhalb von drei Minuten angekommen. Das Hostel ist sehr klein, es hat nur drei Zimmer. Außer mir sind noch fünf andere Gäste dort, bei denen es sich (wie ich später erfahre) um den Eigentümer nebst Freunden handelt. Sie begrüßen mich sehr freundlich (ich bekomme sofort einen Heißen Tee in die Hand gedrückt) und ich bekomme mal wieder mein eigenes Zimmer, weil der „Schlafsaal“ (dieser hat nur drei Betten) bereits voll ist.

Da ich in der Nacht zuvor nicht viel geschlafen, sondern an meinem Blog geschrieben hatte, lege ich mich erstmal ein bisschen hin und genieße den Luxus eines eigenen Zimmers. Draußen regnet es sowieso.

Als ich zwei Stunden später aufwache, hat der Regen aufgehört. Von meinem Zimmer aus kann ich das Meer hören. Jetzt will ich unbedingt an den Strand. Dorthin braucht man vom Hostel aus weniger als fünf Minuten. Das Meer hier ist rauer als an den meisten Stränden der Ostküste, an denen ich war und vor allem gibt es einen langen Sandstrand statt felsiger Buchten. Der Strand ist übersät mit Treibholz und Steinen, manche davon sind grün. Ob es sich bei allen grünen Steinen um Jade handelt, weiß ich nicht, will es aber glauben. :)

Ich laufe am Strand entlang in die Stadt, und da ich Steine fast so gern habe wie Muscheln, werden meine Taschen immer schwerer … Als ich in der Stadt ankomme, steht die Sonne schon sehr tief und ich kann einen wirklich schönen Sonnenuntergang bewundern.

Am nächsten Morgen werde ich von Meeresrauschen und Sonnenstrahlen geweckt. Ich beschließe, einen langen Spaziergang am Strand und am Fluss entlang zu machen. Die Sonne scheint wirklich den ganzen Tag. Zwischendurch ist es so warm, dass ich meine Jacke ausziehen kann. Und das mitten im Winter! Da Sonntag ist, wird aus der geplanten späteren Shoppingtour leider nichts, aber abends gibt es wieder einen tollen Sonnenuntergang.

Da mein Bus nach Nelson am nächsten Tag erst mittags fährt, hole ich die Shoppingtour am nächsten Morgen nach. Ich will mir unbedingt die Jadearbeiten ansehen, für die Hokitika so bekannt ist. Tatsächlich gibt es dort einige Geschäfte, die sehr schöne Anhänger verkaufen. Viel schöner als die „Massenware“, die man in den meisten Souvenirläden überall in Neuseeland bekommt. Leider sind sie auch sehr teuer. Aber dann finde ich einen kleinen Laden etwas abseits der Hauptstraße, der ebenso schöne und besondere Anhänger hat wie die teuren Galerien und sie für nur wenig mehr verkauft als die Souvenirläden. Der Laden ist großartig und die Verkäuferin sehr nett. Sie entschuldigt sich fast dafür, dass die Anhänger immer noch sehr teuer sind, und freut sich, als ich ihr sage, dass sie mit Abstand das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat, das ich gesehen habe.

Jadeanhänger, die sogenannten Pedants, haben eine lange Tradition bei den Maori. Sie werden in verschiedenen Formen geschnitzt, die alle eine unterschiedliche Bedeutung haben. Erhält man einen als Geschenk gelten sie als bedeutungsvoller Glücksbringer für den Beschenkten. Würde man einen für sich selbst kaufen, sollen sie aber Unglück bringen. Ich kann mir also leider keinen Anhänger kaufen, obwohl ich sie total faszinierend finde. Aber falls einer von euch mal nach Neuseeland kommen sollte und mit dem Gedanken spielt, einem lieben Menschen so einen Anhänger  zu schenken, guckt unbedingt in diesem Shop:

Tranditional Jade Co.
2 Tancred Street
Hokitika

Als ich am Strand entlang zurück zum Hostel gehe um meinen Koffer zu holen entdecke ich noch etwas in Hokitika: Hinter dem Fluss, nicht weit entfernt erhebt sich ein majestätisches Bergpanorama. Das hatte ich am Tag zuvor gar nicht gesehen, weil die Berge von Wolken verhüllt waren. Das ist eine Sache, die mich an der Südinsel Neuseelands besonders fasziniert: dass man im Gegensatz zu Deutschland beides haben kann: Berge und Meer. Das ist für mich besonders toll, weil ich festgestellt habe, dass ich die Berge sehr mag, aber auf die Dauer könnte ich nie ohne das Meer in der Nähe leben.

Das Meer

  Treibholz am Strand

Steine ...

Und noch mehr ...

Zum Dinner heute: ein wunderschöner Sonnenuntergang

...

Wieder der Strand

Der Hokitika Fluss

Und nochmal der Fluss

Auch hier der Fluss, in der Ferne kann man mit gutem Willen das Meer erkennen

Hokitika (von einem Hügel aus)

Das Hokitika Lighthouse sieht aus als wäre es erleuchtet, ist aber

Vieeele Steine am Strand und auch ein paar grüne :)

Treibholz

Hier ein ganzer Baum

Und noch einer

Derselbe

Auch am zweiten Tag gibts Sonnenuntergang ...

Einfach schön

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Überraschung am letzten Tag: Es gibt hier richtig schöne Berge

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Fox Glacier und Lake Matheson

Montag, 05.08.2013

Als ich in dem winzigen Dorf am Fox Glacier ankomme (dessen einziger Daseinszweck ist, Gletschertouristen und Gletscherguides zu beherbergen), regnet es. Nichts Ungewöhnliches, für die Westküste Neuseelands, wie mir berichtet wurde. Deswegen ist hier alles so grün. An der Westküste gibt es zwei große und gut erschlossene Gletscher, auf die man sich mit Führer auch draufwagen kann. Der eine ist der Franz Josef Glacier, der andere der Fox. Obwohl der Fox etwas kleiner ist als der Franz Josef, habe ich mich entschieden dort hin zu fahren. An den Fox Glacier kommt man nämlich näher heran, wenn man keine (teure) Tour buchen will, wie mir berichtet wurde. Und ich muss leider ein bisschen sparen, weil ich in Queenstown so viel Geld für den Skydive ausgegeben habe. Eine Gletschertour steht aber definitiv auf der Liste für meine nächste Neuseelandreise. Die Eishöhlen, in die man dabei unter anderem gehen kann sehen auf Fotos schon ziemlich cool aus.

Der Gletscher ist auch so beeindruckend, als ich ihn mir am nächsten Tag ansehe. Ich habe Glück, es regnet nicht, als ich mich an den Aufstieg mache. In dem beeindruckenden Gletschertal mit den schroffen Felsen gibt es übrigens kleine Flüsse die, weil sie gerade aus den Bergen kommen, so sauber sind, das man daraus trinken kann. Das erzählt mir der Fahrer des Shuttle Services, den ich gebucht habe (weil ich immer noch kein Auto habe). Das Wasser ist wirklich gut (und ich bin davon nicht krank geworden ;). Außerdem gibt es einen fast unnatürlich blauen See am Fuß des Gletschers, keine Ahnung woher diese Farben in Neuseeland immer kommen.

Man kann zwar vom Dorf aus auch zum Gletscher laufen, aber ich habe mich entschieden, den Shuttleservice zu buchen, weil ich unbedingt noch zu einer anderen Sehenswürdigkeit der Region will, dem Lake Matheson. In diesem ruhigen See spiegelt sich an klaren Tagen das Panorama von Mount Cook (der höchste Berg Neuseelands) und Mount Tasman im Wasser. Als ich morgens gegen neun am See ankomme ist es ein wenig wolkig, man kann die beiden hohen, schneebedeckten Gipfel nicht sehen, aber immerhin spiegeln sich einige andere, nähergelegene Berge im See. Dieser ist auch so unglaublich schön, es herrscht totale Ruhe (so „früh“ am Morgen) und ist unglaublich friedlich

 Die Wanderung um den See dauert etwa 90 Minuten und da der Shuttle mich erst um zwölf wieder abholt habe ich reichlich Zeit. Ich gehe noch einmal zurück zu einem Aussichtspunkt am See, da inzwischen aber mehr Wolken aufgezogen sind, spiegeln sich dort jetzt nur noch die am Ufer stehenden Bäume. Also beschließe ich, mich noch ein wenig in ein nahegelegenes Café zu setzen. Kaum bin ich dort angekommen, reißt die Wolkendecke auf und man kann die Berge in der Ferne sehen.

Ich beeile mich mit meinem Kaffee und laufe noch einmal zum See zurück. Dort kann man jetzt (endlich) auch Mount Cook und Mount Tasman im Wasser sehen. Es ist unglaublich schön und ich glaube ich könnte Tage damit zubringen, hier auf das perfekte Licht zu warten und Fotos zu machen. Ich habe aber leider nur 10 Minuten, bis mein Shuttle fährt. Ja, wenn man ein Auto hätte …

Morgens: Wolken und Berge im lake Matheson, kein Mount Cook

Trotzdem ist die Spiegelung sehr schön

Ein anderer Blick auf den See

Nochmal der See am Morgen

Die Berge in der Ferne, ohne See im Vordergrund

Der See am Mittag: endlich kann man Mount Cook (rechts) und Mount Tasman (links) sehen, wenn auch mit ein paar Wolken davor ...

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Das Gletschertal mit dem Gletscher in der Ferne

Der Fox Glacier

Fox Glacier

Fox Glacier

Fox Glacier

Gletschertal

Fox Glacier

Gletschertal

Schroffe Felsen, vom Gletscher geformt

Noch mehr schroffe Felsen ;)

Ein unglaublich blauer See

Grüner Urwald, ganz in der Nähe des Gletschers

 

Queenstown: In der Adrenalinhauptstadt Neuseelands

Sonntag, 04.08.2013

Queenstown wird allgemein auch als die Adrenalinhauptstadt Neuseelands bezeichnet. Man merkt auch sofort wenn man ankommt, warum das so ist: an jeder Ecke kann man Bungeesprünge, Fallschirmsprünge, Paragliding, Jetboattrips, Rafting und vieles mehr buchen. Im Winter ist jedoch Skifahren die populärste Aktivität in Queenstown, denn hier befinden sich (angeblich) die besten Pisten Neuseelands. Zu alledem gibt es eine atemberaubend schöne Kulisse mit dem von Bergen umgebenen See sowie eine Menge großartige Landschaften, wie den Milfordsound in der Umgebung.

Beste Voraussetzungen also, um hier ein paar Tage zu verbringen. Wegen der Wintersporttouristen ist Queenstown auch im Winter sehr voll, vor allem im Vergleich mit den anderen Orten an denen ich bisher war. Es empfiehlt sich also unbedingt, im Voraus ein Hostel zu buchen, was ich zum Glück gemacht habe. Obwohl ich den Trubel hier zur Abwechslung ganz cool finde, bin ich doch froh, dass mein Hostel ein wenig außerhalb der Innenstadt (die aber immer noch bequem zu Fuß zu erreichen ist), auf einer Anhöhe liegt. Außerdem hat man dort einen tollen Blick über den See, wenn man sein Gepäck erstmal den Berg hochgewuchtet hat. Das Hostel ist auch sonst sehr schön, klein und gemütlich. Weil ich dort sehr nette Leute treffe, fühlt es sich eher an wie in einer WG, als in einem Hostel. Großartig ist auch, dass ich statt im gebuchten Vierbettzimmer in ein Zweibettzimmer „umgebucht“ werde. Dieses muss ich mir nur mit Isu aus Taiwan teilen, die im Hostel arbeitet als Gegengenleistung für freies Wohnen (das ist hier in Neuseeland normal und viele Backpacker machen es).

Der Tag an dem ich ankomme ist strahlend schön, leider geht die Sonne schon bald unter. Trotzdem kann ich noch ein paar sehr schöne Fotos machen. Am nächsten Tag ist es leider bewölkt, aber zum Glück regnet es nicht. Also mache ich nachdem ich am morgen auf dem (ziemlich kleinen) Kunsthandwerkermarkt war erstmal eine Wanderung um den See.

Für den nächsten Tag habe ich eine Tagestour in den Milford Sound gebucht, was bedeutet, dass ich um 7.30 Uhr an der Bushaltestelle sein muss. Das bedeutet um 6.30 Uhr aufstehen... Viel Schlaf bekomme ich in dieser Nacht nicht, weil es Isus Geburtstag ist und ich mit ihr und ein paar anderen Leuten aus dem Hostel noch ein bisschen durch die Kneipen ziehe.

Am nächsten Tag ist es leider immer noch bewölkt und es wird schlimmer, je näher wir dem Milford Sound kommen. Die Landschaft durch die wir fahren, ist trotzdem unglaublich schön. Der Bus macht zwischendurch einige Stops, unter anderem an einem Parkplatz an dem zu der Zeit fünf Keas „rumlungern“. Diese Papageienart kommt nur in den Bergen der Südinsel vor, normalerweise leben sie viel höher, aber im Winter treibt die Kälte sie oft in die tiefer gelegenen Gebiete. Sie sind extrem neugierig und haben eine Vorliebe für die Gummiabdichtungen an Autos. Man sollte also gut auf seine Sachen aufpassen … Nachdem wir die Keas gesehen haben ist der Tag für mich in jeder Hinsicht gerettet. Ich hatte zwar schon einen Kea in Auckland im Zoo gesehen, wollte aber wirklich gerne noch einen in freier Wildbahn sehen. Jetzt sind es gleich fünf.

Die Milfordsoundtour, die ich gebucht habe beinhaltet auch eine Bootstour. Als wir diese starten, fängt es leider an zu regnen. Das ist einerseits schade, weil die Felsen teilweise von Wolken verhüllt sind, andererseits macht es die Sounds fast noch schöner, weil nun überall kleine Wasserfälle den Stein hinabströmen. Die Tour hat sich also trotz des Regens definitiv gelohnt. Trotzdem würde ich die Sounds gerne noch mal bei Sonnenschein sehen. Nächstes Mal, dann komme ich mit dem Auto und bleibe gleich noch ein paar nächste in einem der menschenleeren Täler die es in den Sounds gibt.

Als ich an meinem dritten Tag morgens aufwache höre ich von irgendwoher ein Flugzeug. Dabei fällt mir ein, dass ich in Neuseeland eigentlich noch einen Skydive machen wollte. Und wo geht das besser als in Queenstown, frage ich mich? Also frage ich nach dem Frühstück einfach mal bei der Rezeption des Hostels, weil die auch einen Buchungsservice anbieten. Die Hostelmanagerin ruft gleich mal bei dem Skydive Unternehmen an und es ist kein Problem den Sprung spontan zu buchen. Da das Wetter an diesem Nachmittag am besten sein soll bin ich ziemlich spontan und buche einen Sprung für zwei Stunden später! Ich kann nicht glauben, dass ich das wirklich so spontan mache, aber jetzt ist alles gebucht …

Als ich in den Shop des Unternehmens komme gibt es erstmal eine kurze Einführung in die Sicherheitsvorschriften und dann geht’s auch schon in den Shuttlebus der uns zum Startplatz bringen soll. Nachdem wir etwa 10 Minuten gefahren sind stoppt der Bus plötzlich und der Fahrer teilt uns mit, das es heute wegen des Windes zu gefährlich ist, zu springen. Also müssen wir umkehren und nach Queenstown zurückfahren. Ich bin ein bisschen enttäuscht, aber das Wetter kann eben niemand beeinflussen.

Zurück in Queenstown buche ich einen neuen Versuch für den nächsten Morgen. Sollte es innerhalb der nächsten drei Tage nicht klappen bekomme ich mein Geld zurück. Aber ich möchte schon lieber springen.Statt des Skydives fahre ich mit einer Gondel auf einen Berg, von dem aus man einen großartigen Blick auf Queenstown hat. Dort laufe ich ein bisschen herum und mache massenweise Fotos.

In dieser Nacht schlafe ich etwas unruhig. Ein spontaner Sprung am Tag vorher wäre vielleicht besser gewesen. Ich stelle mich innerlich darauf ein, dass der Sprung wieder gekänzelt werden könnte, als ich mich am nächsten Morgen auf den Weg mache. Aber zunächst sieht alles gut aus: Wir werden wieder in den Shuttlebus geladen und zum Startplatz gefahren. Das Wetter spielt auch mit, es ist zwar nicht wolkenlos, aber es gibt genug „Sonnenlöcher“. Das ich wirklich springe, glaube ich allerdings erst, als ich im Flugzeug bin. Das ist vielleicht ganz gut so, weil ich deswegen nicht ganz so nervös bin. Die Mitarbeiter vom Skydiving, vor allem die Tandemspringer sind zum Glück sehr nett und professionell, so dass man sich gut aufgehoben fühlt.

Der kurze Flug zum Absprungort ist alleine schon toll, weil man einen großartigen Blick auf den See und die Berge hat. Kurz vorm Sprung bin ich ganz schön nervös, aber zum Glück übernehmen die Tandempartner das aus dem Flugzeug springen. Nach dem Sprung ist alles aber gar nicht mehr so angsteinflößend wie ich gedacht hatte. Eigentlich ist es einfach nur cool. Der freie Fall ist toll, aber viel zu kurz (etwa 45 Sekunden) und man hat eine tolle Sicht auf die Landschaft zu seinen Füßen. Genauso gut wie der freie Fall gefällt mir allerdings das sanfte zu Boden gleiten wenn der Fallschirm geöffnet ist. Das dauert erheblich länger und fühlt sich noch ein bisschen mehr an wie fliegen, finde ich. Als ich am Boden angekommen bin, würde ich am liebsten gleich noch mal springen. Aber das ist einfach zu teuer …

Ich habe auch Fotos davon, damit ich später mal meinen Enkelkindern zeigen kann, was für eine coole Großmutter sie haben. Allerdings sehe ich laut Steven, einem Typen den ich im Hostel kennengelernt habe, auf den meisten aus wie ET im Flug oder bei der Landung. Ich denke der Vergleich ist einigermaßen treffend. Also viel Spaß beim Amüsieren! Das liegt vor allem an der furchtbaren Brille die ich aufsetzen musste, glaub ich … nächstes Mal will ich auch so eine coole Brille wie mein Tandemspringer … ;)

An meinem letzten Tag will ich eigentlich nach Arrowtown, fahren, das ist ein kleine, sehr hübsche Touristenstadt in der Nähe von Queenstown. Weil der Ausflug nicht zu lange dauert und sie nur morgens arbeiten muss will Isu mich begleiten. Dann kommt allerdings alles anders weil wir einen kleinen Vogel vor Jimmy der Hostelkatze retten. Der Kater hatte den Vogel gefangen und nach Katzenart mit ihm rumgespielt als Isu es entdeckte und der Katze den Vogel wegnahm. Der Vogel war zwar noch am Leben, machte aber keine Anstalten wegzufliegen.

Er hatte zwar keine sichtbaren Verletzungen aber irgendetwas stimmte offensichtlich nicht. Weil mir nicht besseres einfiel brachten wir ihn in einer Lunchbox zu einem Vogelpark, der sich ganz in der Nähe des Hostels befand. Die Mitarbeiter dort waren sehr nett und versprachen, sich um den Vogel zu kümmern, machten uns aber nicht viel Hoffnung, dass er die Nacht überstehen würde. Armer kleiner Vogel, aber zumindest haben wir es versucht … Später im Hostel meinte irgend ein Schlaumeier, wir hätten den Vogel „aus Barmherzigkeit“ umbringen sollen. Ich wette er hätte das auch nicht gekonnt.

Nach diesem aufregenden Tag ist es leider zu spät um nach Arrowtown zu fahren. Schade, aber ich komme ja wieder. Es gibt noch einige andere Plätze in der Umgebung, die ich mir unbedingt ansehen will. Am Abend gibt es noch selbstgebackenen Apple Crumble (weil ich viel zu viele Äpfel gekauft habe) und Bier. Nach noch einer viel zu kurzen Nacht mache ich mich am nächsten Morgen auf zu Fox Glacier. Ich bin ein bisschen traurig, dass ich Queenstown verlassen muss, aber ich freue ich mich auch auf den Rest meiner Reise.

Blick auf den See an meinem ersten Abend

Wieder der See, diesmal mit Baum :)

Sonnenuntergang überm See

Auf dem See sind ein Haufen Jetboote unterwegs

Blick auf den See

See und Berge

Noch mehr Berge

Der See in der Abenddämerung

Sonnenuntergang

Auf dem Weg in den Milford Sound

In diesen

Tosendes Wasser und bizarre Felsformationen

Und nochmal

Meine ersten Keas in freier Wildbahn!

Kea fliegend

Der Milford Sound bei Regen und Nebel

Milford Sound

Milford Sound

Milford Sound

Milford Sound

Milford Sound

Blick von der Terasse meines Hostels

Blick auf Queenstown vom

Blick auf Queenstown

Blick auf Queenstown

Paraglider

Noch mal der See

Blick auf Queenstown

Regenbogen über dem See

Aussicht von der anderen Seite des Gondelberges (die Figuren sollen die Entdecker des Tracks darstellen, der dort vorbeiführt)

Nochmal Aussicht von meinem Hostel

Auf dem Weg zu meinem Skydive ...

Mit diesem Flugzeug gehts gleich in die Luft

...

...

Vor dem Sprung

Während dem Sprung (ET)

Und nach dem Sprung

Die Sunshine Bay am See in der Nähe von Queenstwon (Leider ohne Sonnenschein)

Eine andere Bucht am See

Am letzten Abend ist das Licht wirklich toll...

See und Berge

  Und zum Abschluss nochmal :)

 

Invercargil

Sonntag, 04.08.2013

In Invercargil wollte ich eigentlich nur eine einzige Nacht auf dem Weg von Dunedin nach Queenstown verbringen (weil mir mehrere Leute gesagt hatten, es wäre langweilig). Dann kam das ausgebuchte Hostel in Duendin dazwischen und weil ich keine Lust hatte, für eine Nacht das Hostel zu wechseln, fahre ich eben einfach einen Tag früher nach Invercargil.

Das Hostel ist schon mal sehr schön, vielmehr sehe ich am ersten Tag nicht von der Stadt, da es bereits dunkel ist als ich ankomme. In der ersten Nacht muss ich mir das Zimmer mit fünf Betten nur mit zwei Mädchen aus Österreich teilen, in der Zweiten habe ich das Zimmer (mit eigenem Bad!) sogar ganz für mich alleine. Das ist nach zwei Wochen im Schlafsaal sowas wie der Backpackerhimmel.

An meinem ersten und einzigen Tag in Invercargil fahre ich am Morgen mit den beiden Österreicherinnen (sie haben ein Auto und nehmen mich mit) nach Bluff, das ist eine kleine Stadt an der Küste, etwa 20 Minuten entfernt von Invercargil. Hier starten die Fähren nach Stewart Island, dem Südlichsten Punkt Neuseelands. Die Insel soll der Legende nach Mauis Ankerstein gewesen sein, als er auf der Südinsel die Nordinsel aus dem Wasser zog. Der südlichste Punkt auf dem neuseeländischen Festland soll sich angeblich in Bluff befinden, zumindest behauptet das ein Schild in der Küste von Bluff. Es gibt dort denselben Wegweiser wie am Cape Reinga, der Beispielsweise die Entfernung zur Antarktis und zum Cape Reinga anzeigt. Der eingeweihte Neuseelandtourist weiß allerdings (weil schlaue Einheimische es ihm erzählt haben), dass der echte „südlichste Punkt“ auf dem Festland irgendwo in den menschenleeren Catlins ist. Naja, man kann hier immerhin so tun als ob. :)

Nachdem die beiden Österreicherinnen weiter in die Catlins gefahren sind, sehe ich mir ein bisschen die Stadt an. Und ich muss sagen, ich finde sie nicht so hässlich. Es gibt einige sehr schöne Gebäude. Allerdings scheint es hier mehr „Armut“ und vor allem Leute die auf der Straße rumlungern zu geben, als in anderen neuseeländischen Städten. Außerdem fehlt der Stadt ein wenige das „Herz“, ich denke das liegt daran, dass sie weder an einem See, noch an einem Fluss oder am Meer liegt.

Direkt bei der Touristeninformation gibt es ein kleines Museum, dessen Attraktion eine Reihe von Tutaras sind. Tutaras sind Reptilien die mich ein wenig an Chamäleons erinnern, sie sind aber keine Eidechsen sondern eine eigene Art. Sie lebten schon zu Zeiten der Dinosaurier und sind überall auf der Welt, außer in Neuseeland ausgestorben. Wie Dinosaurier sehen sie nicht aus, dafür sind sie nicht groß genug, und sie halten definitiv nicht viel davon sich zu bewegen. Ich glaube sie können Tagelang einfach nur an einer Stelle sitzen, außer wenn sie gefüttert werden.

Das Museum ist nett, aber im Vergleich mit dem Te Papa und dem Museum in Christchurch ist es eben sehr klein und die Exponate wirken zum Teil etwas alt und verstaubt. Aber allein wegen der Tutaras lohnt es sich allemal hineinzugehen, zumal man (wie so oft in Neuseeland) keinen Eintritt bezahlen muss.

Auch wenn Invercargil besser war als ich nach den Beschreibungen vermutet hatte, muss ich sagen dass ich doch froh war am nächsten Tag nach Queenstown zu fahren. Mir taten die beiden Iren, die ich schon in Dunedin kennengelernt hatte und die auch in Invercargil im selben Hostel waren wie ich, schon ein bisschen leid. Sie waren gezwungen, vier Tage in Invercargil zu bleiben, weil der Bus bis dahin entweder ausgebucht war, oder keiner fuhr. Als ich die beiden drei Tage später in Queentwon wiedertraf, erfuhr ich auch, was die Einwohner von Invercargil am Wochenende machen: Sie setzen sich in ihr Auto und fahren die Straße rauf und runter. Naja, wenn man sonst nichts zu tun hat … ;)

Tourifoto unter dem Wegweiser in Bluff

Diese Skulptur soll Mauis Ankerketter für den

Regenbogen überm Meer

Tutara im Museum von Invercargil

Die leinen Echsen können sich stundenlang nicht bewegen

Invercargil

Vor dem Museum sind die Tutaras auch in Bronze verewigt

Dunedin

Samstag, 03.08.2013

Nach Dunedin wollte ich unbedingt, weil ich eigentlich geplant hatte, mein Auslandssemester dort zu verbringen. Dann kam ja leider die im Spam gelandete Zusage dazwischen und ich bekam in Auckland ein Stipendium. Ich kann auch nicht behaupten, dass ich es irgendwie bereut habe, meine Zeit in Auckland verbracht zu haben. Trotzdem wollte ich mir Dunedin nun wenigstens ansehen.

Die Stadt ist wirklich hübsch, ich würde sagen vom Stadtbild ist es eine der hübschesten Städte, in denen ich in Neuseeland war. Außerdem ist die Café- und Kneipenkultur (wahrscheinlich wegen der vielen Studenten) dort recht ausgeprägt. Ich fühle mich dort ein wenig, als wäre ich in Schottland gelandet, was sowohl an der Optik der Gebäude als auch an der Musik in den Kneipen liegt. Naja, ich sollte mich darüber nicht wundern, schließlich wurde Dunedin von Schotten gegründet.

Am ersten Tag sehe ich mir ein bisschen die Stadt an, gehe in die Dunedin Art Galery und mache Fotos von den Gebäuden. Zum Beispiel von der Railway Station die angeblich das meistfotografierte Gebäude Neuseelands sein soll.

Da ich unbedingt Geldbaugenpinguine, eine sehr seltene Pinguin Art, die es auf der Otagohalbinsel gibt, sehen will, habe ich für den nächsten Tag eine Wildlife-Tour gebucht. Die Betreiber bringen einen an einen privaten Strand an dem es Pinguine und Seelöwen gibt. Zunächst geht es ins Albatros Zentrum, einer (beaufsichtigten) Brutkolonie für Albatrosse. Dass Albatrosse auf dem Festland und nicht auf einer total unwirtlichen Insel im Meer brüten ist sehr selten, also eine tolle Chance, Albatrosse life zu sehen.

Weil ich zwar sehr gerne noch mal einen Albatros von Nahem sehen möchte (in Kaikoura waren sie relativ weit weg), mich aber mehr die ausgewachsenen Vögel im Flug interessieren als die Küken, entscheide ich mich, die 25$ Eintritt für das Zentrum zu sparen. Dort kann man nur die Küken sicher sehen und wenn ein ausgewachsener Vogel heimkommt um sein Junges zu füttern, sieht man ihn von dem Aussichtspunkt neben dem Zentrum fast noch besser, wie mir einer der Guides erzählt. Allerdings gibt es Tage, an denen kein einziger Erwachsener an Land kommt – Albatrosse können nämlich bis zu drei Tage auf dem Meer bleiben auf der Suche nach Futter. Da es insgesamt nur 74 Altvögel in der Brutkolonie gibt und wir nur etwa eine halbe Stunde dort sind, stehen die Chancen einen Vogel zu sehen also mittelmäßig. Für die ersten 15 Minuten die wir am Aussichtspunkt verbringen, sehen wir nichts bis auf ein paar Shags (oder Kormorane) die es hier in Neuseeland in vielen Varianten gibt.

Als ich schon fast die Hoffnung aufgegeben habe deutet der Guide auf den Horizont: Ein Albatros ist auf dem Weg an die Küste! Er kommt näher und kreist ein paar Mal an den Klippen, bis er den richtigen Aufwind erwischt um landen zu können. Er kommt sehr nahe heran und ich staune ein bisschen wie groß und majestätisch diese Vögel sind, wenn sie durch die Luft segeln. Kurze Zeit später kommt ein zweiter Albatros an die Küste. Dieser segelt unglaublich dicht an unseren Köpfen vorbei. Insgesamt sehen wir an diesem Tag vier Albatrosse. Großartig.

Vom Albatroszentrum geht es weiter an den Pinguinstrand. Da die Pinguine erst in der Dämmerung (nur einmal am Tag) an den Strand kommen um dort zu übernachten, besuchen wir zunächst noch eine Robbenkolonie in der Nähe. Als es endlich zu den Pinguinen geht, steht die Sonne schon tief am Horizont. Den ersten Vogel sehen wir schon auf dem Weg an den Strand. Watschelnd macht er sich auf in sein Nachtquartier. An dem Strand gibt es auch Little Blue Penguins, da sie normalerweise erst im Dunkeln heimkommen sehen wir aber diesmal nur die kleinen Höhlen, die die Guides für sie in den Hang gegraben haben.

Auf dem Weg zu der Stelle wie die Pinguine abends an Land kommen müssen wir an Seelöwen vorbei. Diese Art ist nur in Neuseeland und auf einigen Inseln in der Nähe der Antarktis beheimatet. Sie waren in Neuseeland schon fast ausgestorben (weil die Maori sie so intensiv jagten) und es gab vor einigen Jahrzehnten nur noch Männchen hier. Doch dann kam irgendwann ein einziges Weibchen von einer der Inseln nach Neuseeland und blieb auch hier (normalerweise kehren sie an den Ort ihrer Geburt zurück). Heute gibt es wieder mehr als 20 Weibchen (und über 100 Männchen). Deswegen ist es aber etwas besonderes ein Weibchen zu sehen. An diesem Tag sind gleich sieben am Strand. Die Männchen sind wesentlich größer und aggressiver als die Weibchen (sie lieben es zu Kämpfen, nur so zum Spaß).

Eines der Männchen hat drei Weibchen um sich geschart und als wir uns der Gruppe nähern kommt er (erstaunlich schnell und aggressiv) auf uns zu. Mir ist das zugegebenermaßen ein bisschen unheimlich. Mein erster Reflex ist weglaufen, das ist aber genau die falsche Reaktion, da der Seelöwe folgen würde und wie gesagt recht schnell werden kann. Zum Glück sind die Guides dabei, einer stellt sich dem Seelöwen genau gegenüber und dieser stoppt. Alleine sollte man diesen Tieren aber wohl lieber nicht zu nahe kommen, da sie einen Menschen ernsthaft verletzten können.

Als wir endlich bei den Pinguinen ankommen sind die meisten schon an Land. Allerdings sitzen sie noch eine ganze Weile im Gras, warten auf Partner die noch im Meer sind oder chillen einfach ein bisschen, bevor sie sich an den beschwerlichen Aufstieg zu ihren Schlafplätzen machen. Diese Vögel sind wirklich erstaunliche Tiere: Sie sind furchtbare Nachbarn und „Freunde“ haben nicht gerne andere Pinguine um sich. Ein Gelbaugenpärchen brütet nicht oder gibt seinen Nistplatz auf, wenn ein anderes Paar in Sichtweite brütet. Andererseits sind sie super in Beziehungen: Sie brauchen lange um den oder die „Richtige“ zu finden und sind dann ein Leben lang treu. Ein bisschen menschlich und auch wieder nicht. Genau wie ihr watschelnder Gang. Auf jeden Fall sind es faszinierende Tiere. Auch wenn diese Wildlife Tour mal wieder mein Budget stark reduziert hat, sie hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Da mein Hostel in Dunedin wegen einer Wagenladung voll Bustouristen für die nächste Nacht ausgebucht ist, entscheide ich mich einen Tag früher nach Invercargil zu fahren und dort einen Tag zu verbringen. Da der Bus am nächsten Tag aber erst am späten Nachmittag fährt, habe ich noch Zeit für eine Tour an den Strand. Das ist auch gut so, da der Himmel zum ersten Mal seit Tagen wieder wolkenlos ist. Ich entscheide mich, zum „Tunnelbeach“ zu fahren. Das ist ein Strand, dessen rote Felsen voller Fossilien sind. Deswegen ließ sich ein englischer Pfarrer im 19 Jahrhundert einen Tunnel durch den Fels graben, als eigenen privaten Strandzugang. Heute ist der Strand eine Touristenatraktion. Der Tunnelbeach ist cool, aber noch besser gefällt mir die Landschaft mit den roten und gelben Felsen rundherum. Das Meer ist hier sehr rau und die Wellen brechen sich wild an den Felsen.

Am Nachmittag bin ich ein bisschen traurig au Dunedin wegzumüssen, ich komme auf jeden Fall wieder.

Railwaystation von vorne

Und Railwaystation von Hinten

Kahedrale in Dunedin

  Und noch eine

Der Hafen

Manche Gbäude, wie diese Highschool für Jungen erinnern mich sehr an Schottland

Noch mehr Schottland

Die Aussicht vom Albatrosszentrum ist auch ohne Albatrosse großartig

Mein erster Albatros an diesem Tag!

Und gleich darauf der Zweite

Auch dies eine Aussicht vom Albatros Zentrum

Auf dem Weg zum Pinguinstrand

Aussicht aufs Meer

schon w ieder niedliche Babyroben

Der Pinguinstrand von oben

Noch legen die Seelöwen ganz gechillt am Strand ...

Aber das kann sich schnell ändern ...

Pascha: Seelöwen haben am liebsten einen ganzen Harem & überlassen dem Weibchen die Aufzucht der Jungen allein

Außerdem lieben sie es zu kämpfen

Die Pinguine chillen am Hang

Bevor sie sich zu zweit auf den Weg zu ihrem Schlafplatz machen

Beim Tunnelbeach

Eine raue Küste

Die Wellen brechen sich an den Felsen

Beim Tunnelbeach

Dieser Tunnel führt hinunter zum Strand und gab ihm seinen Namen

Der Tunnelbeach

  Das Meer und Felsen

  Gelbe Felsen und blauer Himmel

Felsen am Tunnelbeach

Mehr Meer

Der Tunnelbeach von oben

Grün, gelb, blau :)

Ein letzter Blick auf die Küste ...

 

Christchurch

Donnerstag, 01.08.2013

In Christchurch wollte ich eigentlich nur eine Nacht auf dem Weg von Kaikoura nach Dunedin verbringen, weil ich gehört habe, dass dort nach dem Erdbeben nicht mehr so viel los sein soll. Aber dann bin ich doch neugierig und fahre einen Tag früher nach Christchurch. Als ich dort ankomme, ist es bereits dunkel, trotzdem sehe ich aus dem Busfenster und auf dem Weg zum Hostel überall zerstörte Häuser und Baugerüste.

Aber erst am nächsten Morgen wird das ganze Ausmaß der Zerstörung deutlich: In der Innenstadt gibt es fast keine Geschäfte und nur wenige Cafés, die vom Lonely Planet (ich habe anscheinend eine ältere Ausgabe) beschriebenen Sehenswürdigkeiten sind fast alle geschlossen und viele Straßen und Wege sind, wenn überhaupt, nur für Fußgänger zugänglich. Die berühmte Kathedrale in der Innenstadt ist immer noch von Baugerüsten verhüllt, der Turm ist vollständig eingestürzt. Die Aufbauarbeiten scheinen wie alles in Neuseeland eher langsam und entspannt vonstatten zu gehen. Bloß nicht stressen, ist Devise der Kiwis für alle Lebenslagen, glaube ich. Dabei herrscht aber überall eine sehr positive Atmosphäre: die Kathedrale und mehrere andere Gebäude in der Innenstadt sind mit farbenfrohen Zäunen abgesperrt und am Eingang der Kathedrale steht ein mit Blumen geschmücktes Haus. So sind sie, die Kiwis: entspannt und positiv. Das mag ich so an Neuseeland.

Immerhin ist das Museum geöffnet und der botanische Garten ist wirklich schön. Außerdem gibt es einen kleinen Kunsthandwerkermarkt. Das Museum ist wirklich interessant und super gestaltet. Es gibt mit Puppen nachgestellte Szenen aus dem Leben der Maori, bevor die Europäer Neuseeland entdeckten, die Nachbildung einer historischen Straße aus Christchurch und noch vieles mehr.

Trotz der Zerstörung sind die Hostels immer noch gut besucht, was aber auch daran liegen könnte, dass es nicht (mehr) so viele gibt. Irgendwie herrscht in der Stadt aber immer noch ein bisschen „Ausnahmezustand“ oder zumindest scheinen das viele zu glauben. Als ich abends mit meinem Koffer auf dem Weg zu meinem Hostel bin, treffe ich einen Mann mit Kamera. Nachdem wir uns unterhalten haben, fragt er mich, ob er ein Foto von mir machen könne für einen Reisführer den er schreibt. Ich frage warum und er sagt: „Because I think you are brave to come“. Na wenn er meint. Ich habe mich in Christchurch trotz allem eigentlich ziemlich sicher gefühlt.

Ps: So ganz kann ich den letzten Satz nicht mehr unterschreiben, nachdem Christchurch heute wieder ein Erdbeben, allerdings kein so starkes, hatte. Auch Wellington wurde in den letzten Tagen immer wieder von Erdbeben erschüttert. Dahin fahre ich morgen. Aber wie heißt es? Immer positiv bleiben. :)

Farbenfrohe Absperrungen in der Innenstadt

Zugang nur für Fußgänger. Immerhin kommen die wieder durch ...

Die zerstörte Kathedrale mit

 

 

 

Noch mehr bunte Absperrungen

Ein

Die

Und noch mehr Kitsch im botanischen Garten ... Aber immerhin blühen so wenigstens einige Blumen ...

Eine historische Straße im Museum

Das Museum von Außen

Endlich ein Kiwifoto! Leider nur ein ausgestopfter ...

Springbrunnen im botanischen Garten

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